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Vom Umgang mit Waffen und Munition

Vom Umgang mit Waffen und Munition


Seit einigen Jahren ist der Umgang mit Waffen wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ausgelöst wurde dies unter anderem durch den Amoklauf von Winnenden, der sich am 11. März zum fünften Mal jährte und andere. Damals hatte ein Schüler in einer Kleinstadt in Baden Württemberg 15 Menschen und sich selbst erschossen. Bei den Toten handelte es sich um Schüler im Alter von 15 um 16 Jahren. Etwas Ähnliches geschah im Jahr 2012 an einer amerikanischen Schule. Dort hatte ein Schüler 27 Menschen erschossen. Im Fall von Winnenden konnte der Schüler leicht an die Waffe und an entsprechende Munition des Vaters kommen. Hier zeigt sich um so mehr wie wichtig es ist, eine Waffe und Munition so sicher aufzubewahren, dass sie für andere unzugänglich ist. Dies ist bei einem speziellen Waffenschrank der Fall, wenn er denn abgeschlossen ist und der Schlüssel an einem sicheren Ort aufbewahrt wird. Ob schärfere Gesetze gegen derartiges schützen, sei dahingestellt.

Wer darf eine Waffe besitzen?

Grundsätzlich liegt das Gewaltmonopol in Deutschland beim Staat. Nur ihm ist es gestattet, Gewalt gegen Personen anzuwenden. Trotzdem dürfen die Bürger unter bestimmten Voraussetzungen Waffen und Munition besitzen und benutzen. Regelungen hierzu sind im Waffengesetz zu finden. Das deutsche Waffengesetz ist eines der strengsten der ganzen Welt. Es übertrifft sogar noch die
EU-Waffenrichtlinie. Grundsätzlich darf nur die Person eine Waffe besitzen, die volljährig ist. Das Alter für Sportschützen wurde nach dem Amoklauf auf 21 Jahre angehoben. Darüber hinaus darf der Besitzer einer Waffe nicht vorbestraft sein und muss erforderliche Sachkenntnis vorweisen. Bevor die Erlaubnis jedoch erteilt wird, wird zunächst geprüft, ob der Besitz einer Waffe überhaupt notwendig ist. Dies gilt jedoch nicht beim Bewachungspersonal oder bei Personen die besonders gefährdet sind. Sportschützen und Jäger müssen ihre Zugehörigkeit zu einem anerkannten Verein nachweisen. Ist der Besitz der Waffe von den Ordnungsbehörden genehmigt, wird eine Waffenbesitzkarte, ein Waffenschein und Munitionserwerbsschein ausgestellt. Waffen und Munition müssen vor fremden Zugriff geschützt sein. Dazu ist in der Regel ein gesichertes Waffenbehältnis wie beispielsweise ein Waffenschrank oder ähnliches notwendig.

Der Waffenschrank

Die Beschaffenheit eines Waffenschranks hängt im Wesentlichen davon ab, welche und wie viele Waffen darin gelagert werden sollen. Infrage kommen Stahl- und Wertschutzschränke. Sie müssen entweder der deutschen Norm VDMH 2499 oder der europäischen Norm EN 1143-1 entsprechen. Die deutschen Normen wurden im Dezember 2003 gegen die europäische Norm ersetzt. Waffenschränke, die noch vor diesem Datum produziert wurden, können jedoch weiterhin genutzt werden. In einem einwandigen Stahlschrank dürfen höchstens zehn Langwaffen aufbewahrt werden. Ist ein Innentresor aus Stahlblech vorhanden, darf auch die Munition mit gelagert werden. Hat der Innentresor die Sicherheitsstufe B, dürfen auch bis zu fünf Kurzwaffen gelagert werden. Ist kein Tresor vorhanden, dürfen zusätzliche Kurzwaffen und Munition nicht gelagert werden. Erfüllt der Stahlschrank die Sicherheitsstufe B nach VDMA oder 0 nach EN 1143-1, dürfen mehr als zehn Langwaffen aufbewahrt werden. Ein Waffenschrank der Klasse eins nach EN 1143-1 ist dementsprechend für die Lagerung von mehr als zehn Langwaffen und mehr als zehn Kurzwaffen samt Munition erforderlich. Diese Schränke erfüllen hohe Sicherheitsanforderungen.

Mehr Informationen gibt es auf

http://www.vdb-waffen.de/

Erlaubnispflichtige Schusswaffen

Für erlaubnispflichtige Schusswaffen muss der Nachweis erbracht werden, dass diese und die dazugehörige Munition sicher aufbewahrt werden. Die zuständige Behörde kann zur Kontrolle jederzeit und ohne vorherige Anmeldung die Wohnräume des Waffenbesitzers betreten. Das gilt auch ohne dessen Erlaubnis. Werden Waffen oder Munition nicht gemäß den Anforderungen gelagert, so wird der Besitzer aufgefordert, innerhalb einer gesetzten Frist die Anforderungen zu erfüllen. Änderungen müssen den Behörden nachgewiesen werden.

Wie kann man eine sichere Waffen- und Munitionsaufbewahrung nachweisen?

In den DIN-Normen wird beschrieben, wie die Beschaffenheit von Waffenschränken aussehen muss. Entsprechende Daten des Behältnisses können aus einem Typenschild hervorgehen, auf dem Lieferschein stehen oder auf der Rechnung vermerkt sein. Eine reine optische Bewertung ohne entsprechenden Nachweis wird von den Behörden nicht anerkannt.

Auch die Unterbringung in einem speziell angefertigten Waffenraum kann auf Antrag zur Aufbewahrung von Waffen genehmigt werden. Der Waffenraum muss dem neusten Stand der Technik entsprechen.

Nachdem ein öffentliches Interesse an der sicheren Verwahrung von Waffen und Munition besteht und dies auch für Waffenbesitzer von Bedeutung ist, wird der Ruf immer lauter, Schusswaffen und Munition richtig aufzubewahren, damit es nicht zu weiteren Unglücksfällen kommen kann, die wenn auch tragischer Weise tödlich enden können. Die Haftung liegt in jedem Fall beim Besitzer der Waffen.

Weiterführende Informationen gibt es unter

https://www.polizei.nrw.de/media/Dokumente/Behoerden/Bielefeld/mbaufbewschusswaf.pdf

Was gibt es sonst noch zum Thema Waffenschrank zu beachten?

Die gängigen Schlösser haben ein Doppelbart-Sicherheitsschloss oder sie besitzen ein elektronisches Zahlenschloss mit PIN. Für welches Schloss man sich entscheidet, hängt von jedem selbst ab. Die einen vertrauen auf das Doppelbart-Sicherheitsschloss, andere haben jedoch Angst davor die Schlüssel zu verlieren und setzen lieber auf ein Zahlenkombinationsschloss. Wer seine Waffe und Munition in einem Schrank aufbewahren möchte, muss sich für eine Ausführung mit einem Innentresor entscheiden. Munition muss getrennt von der Waffe und unter Verschluss gelagert werden.

Darüber hinaus muss der Waffenschrank so aufgestellt sein, dass mögliche Einbrecher erst mechanische oder elektronische Sicherungen überwinden müssen, um an den Inhalt des Waffenschranks zu kommen. Das gilt auch für Familienmitglieder die keinen Zugriff haben dürfen.

Ist ein Gebäude unbewohnt, wie das beispielsweise bei Jagdhütten der Fall sein könnte, dürfen in diesem Gebäude Waffen nicht in einem Waffenschrank aufbewahrt werden, selbst wenn ein ordnungsgemäßer Waffenschrank vorhanden wäre.

Wo bekommt man einen Waffenschrank?

Grundsätzlich sollten Waffenschränke immer im Fachhandel gekauft werden und nicht etwa in einem Baumarkt. Die Auswahl ist im Fachhandel nicht nur größer, Interessent bekommt darüber hinaus auch die entsprechende Beratung geboten. Es geht letztendlich nicht nur um den Waffenschrank als solchen, sondern auch um Themen wie die richtige Verankerung, das Gewicht, die Feuersicherheit und vieles mehr.

Zudem ist darauf zu achten, dass kein veralteter Waffenschrank ausgewählt wird. Die VDMA Waffenschrankvorschrift wurde zum 31.12.2003 zurückgezogen, weil sie nicht mehr der neuesten Technik entsprach. Trotzdem sind immer noch alte Waffenschränke zu finden, die vom Preis her sehr attraktiv sind, aber nicht mehr den neuesten Qualitätsstandards entsprechen. Die Problematik ist die, dass der Waffenbesitzer den Behörden eine gesetzeskonforme Aufbewahrung seiner Waffen nachweisen muss. Deshalb sollten Käufer von Waffenschränken unbedingt auf dessen Typenschild achten. Auch hierzu gibt der Fachhandel gerne die entsprechende Auskunft und Hilfestellung.

Darüber hinaus sollte man sich auch mit dem Thema Versicherungsschutz befassen. Man tut gut daran sich vor dem Kauf eines Waffenschrankes mit seiner Versicherung in Verbindung zu setzen und entsprechend beraten zu lassen.

Ausführliche Informationen zum Thema Waffenschrank gibt es unter

http://www.polizei-bw.de/praevention/Documents/sicherungstechnik/BROSCHUERE-Sichere_Aufbewahrung_von_Waffen_und_Munition.pdf

oder

http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/Sicherheit/Waffenrecht/Sichere-Aufbewahrung-Waffen/sichere-aufbewahrung-waffen_node.html;jsessionid=6FEEC2A909BB49116883DB5078E88DB3.2_cid373

Waffenhersteller

Es gibt mittlerweile eine Unzahl an Waffenhersteller. Hier die Bekanntesten unter ihnen.

Beretta

Die Firma wurde erstmals im Jahr 1526 erwähnt, als der Büchsenmacher Bartolomeo Beretta einen Großauftrag erhielt. Seit dieser Zeit ist Beretta der älteste Waffenhersteller weltweit. Das wohl bekannteste Modell ist die Beretta 92FS 9 mm Parabellum, die auch von den US-Streitkräften benutzt wird. Außer Pistolen stellt das Unternehmen auch Maschinenpistolen, Gewehre und Gaspistolen her.

Diana

Der Waffenhersteller von Luftgewehren wurde 1890 in Rastatt gegründet. Das bekannte Luftgewehr ist das DIANA Modell 60, das seinerzeit das einzige Luftgewehr war, das erschütterungs- und prellschlagfrei war.

Glock

Der Waffenhersteller Glock hat seinen Sitz in Österreich. Gegründet wurde es im Jahr 1963. Die erste Waffe war die Glock 17. Sie wurde in den 80er Jahren für das österreichische Heer entwickelt. Mittlerweile gibt es 21 verschiedene Pistolen der Marke Glock.

Heckler und Koch

Edmund Heckler, Theodor Koch und Alex Seidel gründeten im Dezember 1949 die Firma Heckler und Koch, die zunächst Näh- und Werkzeugmaschinen herstellte. 1952 begann man mit dem Entwurf und der Entwicklung einzelner Waffen. Heute liefert das Unternehmen hauptsächlich Waffen an die Polizei und an die Bundeswehr. Außerdem beliefert Heckler und Koch viele Streitkräfte auf der ganzen Welt.

Mauser

Das Unternehmen war der älteste deutsche Waffenhersteller. Die bekannteste Waffe ist der Karabiner 98, der auch noch heute vom Wachbataillon der Bundeswehr genutzt wird. 1999 wurde die Produktion von Zivilwaffen abgespalten und verkauft. Die Produktion von diesen Waffen erfolgt bei der Firma Lüke & Ortmeier. Der Bereich Militärwaffen wurde 2004 von Rheinmetall Waffe Munition GmbH NL Mauser in Oberndorf übernommen.

Remington Arms

Remington Arms Company Inc. gehört zu den führenden Waffenhersteller in den USA mit Sitz in North Carolina. Die Produktionsstätten befinden sich ausschließlich in den USA. Gegründet wurde die Firma 1816 in New York. Zur Produktpalette gehören Revolver, Pistolen, Flinten und Büchsen. Seit 2010 baut das Unternehmen den Remington 1911 R1, der dem beliebten Colt M1911 nachempfunden wurde. Remington Produkte werden in mehr als 60 Länder geliefert.

Smith & Wesson

Smith & Wesson wurde 1852 gegründet. Bekannt wurde das Unternehmen durch den ersten Revolver, der Metallpatronen verschießen konnte. Im Sezessionskrieg stieg die Nachfrage nach Smith & Wesson Waffen sprunghaft an und konnte sich auch danach auf dem zivilen Markt etablieren. Der Siegeszug der Firma begann im Jahr 1886 mit dem Double Action Revolver.

Winchester Repeating Arms Company

Der Waffenproduzent ist vor allen Dingen für seine Repetierwaffen bekannt. Das Unternehmen trug zunächst den Namen Volcanic Repeating Arms Company. Da es jedoch nicht erfolgreich war, wurden Teile an Oliver Winchester verkauft, der die Firma reorganisierte. Der Erfolg kam mit der Produktion des Henry-Gewehrs, das nach seinem Erfinder Benjamin Taylor Henry benannt wurde.

Wissenswertes

Was gibt es noch Wissenswertes aus dem Bereich Waffen?

Waffenschein, Waffenbesitzkarte

Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Waffenschein und einer Waffenbesitzkarte. Wer einen Waffenschein besitzt, darf die Waffe auch führen. Dieser wird jedoch nur für Personen ausgestellt, die die Waffe aus beruflichen Gründen brauchen.

Die gelbe Waffenbesitzkarte

Sie wird an Sportschützen ausgegeben. Mit dieser Waffenbesitzkarte darf eine beliebige Anzahl von Einzellader-Kurzwaffen, Einzellader-Langwaffen, Perkussionswaffen oder Repetier-Langwaffen gekauft werden. Diese Waffenbesitzkarte ist zeitlich unbefristet. Wer eine solche Waffenbesitzkarte hat, muss seine erste Waffe innerhalb einer Frist von einem Jahr nach Ausstellung bei der Behörde eintragen lassen.

Die grüne Waffenbesitzkarte

Sie gilt für Waffen, die vererbt wurden. Außerdem gilt sie auch für Sportschützen und Jäger, die mehrschüssige Kurz- und Langwaffen besitzen.

Die rote Waffenbesitzkarte

Sie wird für Waffensammler ausgestellt. Der Besitzer einer solchen Waffenbesitzkarte darf eine beliebige Anzahl von Waffen eintragen lassen. Dies gilt allerdings nur für Waffen, die legal erworben wurden. In diese Waffenbesitzkarte werden Kaufdatum, Herkunft, Kaliber, Hersteller, Modell und die Seriennummer jeder Waffe eingetragen.

Europäischer Feuerwaffenpass

Einen europäischen Feuerwaffenpass können Sportschützen beantragen, wenn sie erlaubnispflichtige Waffen in ein anderes europäisches Land mitnehmen möchten. Dazu muss jedoch ein Grund nachgewiesen werden, wie beispielsweise einen internationalen Wettkampf.

Der Sachkundenachweis

Wer eine Waffe besitzen möchte, muss einen Sachkundenachweis vorweisen. Außerdem muss ein "Bedürfnis" nachgewiesen werden. Das können beispielsweise sportliche Gründe sein, aber auch berufliche Zwecke. Bei Sportschützen gilt, dass eine regelmäßige sportliche Betätigung durch einen Verantwortlichen des Schützenvereins bescheinigt werden muss. Eine Sachkunde gilt aber auch dann als bewiesen, wenn der Antragsteller bereits als Ganztagskraft mit Schusswaffen und Munition zu tun gehabt hat.

Der Sachkundelehrgang

Der Sachkundelehrgang beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im theoretischen Teil werden im Wesentlichen Rechtsvorschriften vermittelt, die im Umgang mit Waffen und Munition zu beachten sind. Das betrifft auch die Notwehr und den Notstand. Nach Abschluss der Theorie folgt eine Prüfung, in der unterschiedliche Fragen richtig beantwortet werden müssen, die alle aus dem Fragenkatalog des Bundesverwaltungsamtes stammen.

Teilnehmer müssen jedoch nur Kenntnisse zu beantragten Waffen und Munition nachweisen sowie zu deren Verwendungszweck. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Teilnehmer, der eine Kleinkaliberwaffe kaufen möchte, nur die Kenntnisse dieser Waffe nachweisen muss. Kenntnisse für Großkaliberwaffen oder Vorderlader müssen nicht nachgewiesen werden.

Der praktische Teil findet in aller Regel auf einem Schießstand eines Schützenvereins statt. Der Lehrgangsteilnehmer wird mit der Fertigkeit des Schießens und der Handhabung der Waffe nebst Munition vertraut gemacht.

Dem Teilnehmer muss nach erfolgreicher Prüfung ein Zeugnis ausgestellt werden, in dem die Art und der Umfang der Sachkunde zu erkennen ist. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses muss dieses Zeugnis unterschreiben. Besteht der Bewerber die Prüfung nicht, so kann diese mehrmals wiederholt werden. Allerdings kann der Prüfungsausschuss bestimmen, dass vor einer erneuten Prüfung eine Frist eingehalten werden muss.

Liegen berechtigte Zweifel über die Eignung der Person zum Waffenbesitz vor, so muss dieser auf seine Kosten einen Gutachter beauftragen, der die Eignung prüfen und bescheinigen soll. Allerdings darf zwischen Gutachter und Betroffenen in den letzten fünf Jahren keine Behandlungen stattgefunden haben. Weigert sich der Betroffene einen Gutachter zu konsultieren, so kann die zuständige Behörde den Betroffenen als ungeeignet einstufen.

Besitz und Erwerb von Waffen nebst Munition

Hier wird zwischen erlaubnisfreien und erlaubnispflichtigen Waffen unterschieden. Waffen, die mit Luftdruck, Federdruck oder mit Gasdruck betrieben werden, sind erlaubnisfrei und können von Personen ab 18 Jahren erworben werden. Das gilt auch für die Armbrust.

Erlaubnispflichtige Waffen

Nach Vollendung des 18. beziehungsweise 21. Lebensjahres dürfen erlaubnispflichtige Waffen erworben werden. Allerdings gibt es Ausnahmen. Fehlt beispielsweise die Zuverlässigkeit des möglichen Waffenbesitzers, kann der Antrag abgelehnt werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Betroffene zu 60 Tagessätzen oder mehr wegen einer Straftat verurteilt wurde oder wenn bereits Verstöße gegen das Waffen-, Sprengstoff- oder das Bundesjagdgesetz bekannt wurden. Auch die Mitgliedschaft in einer verfassungswidrigen Vereinigung führt zur Ablehnung des Antrags.

Eine Ablehnung erfolgt auch dann, wenn die persönliche Eignung fehlt und Suchmittel- oder Alkoholabhängigkeit oder eine psychischen Krankheiten vorliegt. Aber auch der Verdacht auf einen unsachgemäßen Umgang mit der Waffe kann zu einer Ablehnung führen.

Quelle: http://www.dsb.de/infothek/recht/waffenrecht/wichtigstes-zum-waffenrecht/

Wo kauft man Waffen?

Waffen können von Privatpersonen oder beim Fachhändler erworben werden. In jedem Fall muss ein Waffenschein oder eine Waffenbesitzkarte beim Kauf vorgelegt werden. Ohne diesen Nachweis dürfen Händler oder Privatpersonen keine Waffen an andere veräußern. Bei freien Waffen müssen Händler einen Altersnachweis verlangen. Das erfolgt durch Vorlage des Personalausweises. Diese Regelung gilt auch bei Käufen, die über das Internet getätigt werden. Auch hier verlangen die Händler einen Altersnachweis. Ohne diesen ist der Kauf der Waffe auch online nicht möglich.

Verbotene Waffen

Grundsätzlich in Deutschland verboten sind folgende Waffen:
Kriegswaffen
Vollautomatische Waffen
Verborgene Waffen

Waffen, die sich unter den Gegenständen des täglichen Lebens verbergen. Dazu zählen beispielsweise Schießkugelschreiber und Waffen die sich schnell zusammenklappen lassen.

Außerdem ist das Führen von Waffen auf Veranstaltungen grundsätzlich verboten. Darüber hinaus dürfen Anscheinswaffen auch nicht in der Öffentlichkeit getragen werden. Ein Transport darf nur in einem verschlossenen Behältnis und ungeladen durchgeführt werden.

Weitere Informationen gibt es über
http://www.rechtslexikon.net/d/waffen/waffen.htm

Softairwaffen

Softairwaffen werden in Deutschland waffenrechtlich wie Anscheinswaffen behandelt. Sie sehen echten Schusswaffen täuschend ähnlich aus, und dürfen wegen der Verwechselbarkeit in der Öffentlichkeit nicht geführt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen. Das Führen von Anscheinswaffen vom Händler bis zur eigenen Wohnung oder von dort bis zur Schießstätte ist erlaubt, wenn die Waffe ungeladen und sich in einem geschlossenen Behältnis befindet.

Das Waffengesetz kommt, bis auf die oben genannten Sachverhalte, bei Softairwaffen nicht zur Geltung, weil sie als Spielzeugwaffen anerkannt sind. Die Bewegungsenergie darf allerdings nicht mehr als 0,5 Joule betragen.

Softairwaffen, die weniger als 7,5 Joule, aber über 0,5 Joule liegen, dürfen von Personen ab 18 Jahren frei erworben werden. Eine Waffenbesitzkarte oder ein Waffenschein ist nicht notwendig. Allerdings muss die Waffe mit einem F im Fünfeck gekennzeichnet sein. Vollautomatische Waffen mit über 0,5 Joule sind in Deutschland nicht erlaubt.

Diese Waffen können keine lebensgefährlichen Verletzungen hervorrufen. Benutzt werden diese Waffen zu taktischen Geländespielen. Sie werden mit Gas, Federdruck oder elektromechanisch betrieben. Bei der Munition handelt es sich um Kugeln aus Kunststoff. Scharfe Munition kann mit solchen Waffen nicht verschossen werden.

Kommt es zu Verletzungen, so sind diese in der Regel oberflächlich. Einen optimalen Schutz bieten Ganzgesichtsmasken, die Augen und Zähne schützen sollen. Für Airsoftwaffen, die unter 0,5 Joule Schussenergie besitzen und die ab 14 Jahren frei erhältlich sind, genügt eine einfache Schutzbrille.

Softairwaffen, die eine Geschossenergie von mehr als 7,5 Joule haben, fallen unter das Waffengesetz und dürfen nicht an Personen ohne eine entsprechende Erlaubnis abgegeben werden. Auch wenn Softairwaffen ab 18 Jahre beziehungsweise ab 14 Jahre frei erhältlich sind, darf man sie nicht einfach mit sich herumtragen. Die Berechtigung zum Führen besteht nur in "befriedetem Besitztum", in den eigenen vier Wänden, auf Privatgelände oder auf offiziellen Spielfeldern.


Meinungen

Deutschland hat die schärfsten Waffengesetze innerhalb Europas. Vielen gehen die Gesetze noch nicht weit genug. Angeheizt wird die Diskussion noch durch bekannt gewordene Amokläufe. Geht es nach dem Willen so mancher deutscher Politiker, dann soll das Sportschießen gänzlich verboten werden. Die Grünen verlangen sogar ein Verbot von Waffen in den eigenen vier Wänden. Doch wenn man mal eine Verkehrsstatistik zu Rate zieht, dann fällt auf, dass mehr Menschen durch ein Auto zu Schaden kommen, als durch Waffen. Das Problem liegt auch weniger bei legal beschafften Schusswaffen. Gefahren gehen vielmehr von den illegal besorgten Schusswaffen aus. Hier dürfte eher ein Handlungsbedarf sein, als bei den legal erworbenen Schusswaffen, die zum Sport oder zur Ausübung des Berufes angeschafft wurden.

Nationales Waffenregister

Seit 2013 gibt es in Deutschland ein nationales Waffenregister. Alle erlaubnispflichtigen Waffen werden dort elektronisch erfasst. Die Ausgangslage war ein Erlass durch die EU-Waffenrichtlinie, nach der bis spätestens 31.12.2014 ein computergestütztes Waffenregister eingeführt werden muss. In diesem Register sollen Typ, Modell, Fabrikat, Kaliber, Seriennummer und der Besitzer aufgeführt sein. Die hier eingetragenen Daten sollen für mindestens 20 Jahre gespeichert werden.

Weitere Informationen gibt es unter

http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/Sicherheit/Waffenrecht/Nationales-Waffenregister/nationales-waffenregister_node.html

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