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Staatlich geförderter Einbruchschutz

Staatlich geförderter Einbruchschutz

Einbrüche in Deutschland

Seit 2009 steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland wieder an. Die Welt vermeldet im März 2016 anhand der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2015 einen Einbruchs Höchststand von 167.136 Fällen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Zunahme von fast 10%. Besonders betroffen von steigenden Einbruchszahlen sind Hamburg (+20,2%), Nordrhein-Westfalen (+18,1%) und Niedersachsen (+13,1%). Die Einbruchsrate in Nordrhein-Westfalen gilt als fast 5 mal so hoch wie in Bayern. Die Schäden durch Einbrüche gehen dabei in die Millionen. Versicherer zahlten 2014 490 Millionen Euro für Einbruchschäden. Im Schnitt liegt der Schaden eines Haushalts bei 3250 Euro. Aber nicht nur der finanzielle Schaden spielt eine Rolle. Oft gehen mit einem Einbruch auch psychische Belastungen und Traumatisierungen einher. Es macht also Sinn für Hausbesitzer frühzeitig vorzubeugen. Nachweislich können solche Einbrüche durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen vermieden werden. Dies beginnt bereits bei gut beleuchteten Außenwegen bis hin zur Alarmanlage.

Aktuell sind die Mittel aus dem Bundeshaushalt sehr erschöpft und werden frühestens wieder für 2017 erneut ausgezahlt. Genauere Informationen finden Sie hier: Einbruchschutz Informationen aktuell

Zeitlicher Rahmen des Förderprogramms zur Einbruchsicherung

KFW-Förderungen zum Einbrauchschutz

Im Mai 2015 hat der Haushaltsausschluss des Dt. Bundestages das Programm "Kriminalprävention zur Einbruchsicherung" beschlossen. Hierbei sollen alle Maßnahmen gefördert werden die zum Schutz vor Wohnungseinbruch beitragen. Angesprochen werden sowohl Mieter als auch Vermieter.

Im November 2015 wurde die KFW-Bankengruppe mit der Abwicklung des Förderprogramms beauftragt. Wie Bundestagsmitglied Steffen Claudio Lemme in einer Pressemitteilung verlauten lässt, sei das Bedürfnis der Bürger nach zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen aufgrund erhöhter Einbruchzahlen sehr hoch. Der Haushaltsausschluss des Deutschen Bundestag hat daher von 2015 bis 2017 insgesamt 30 Millionen Euro bewilligt. Initiiert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) werden durch die KfW-Bankengruppe verschiedene Programme umgesetzt die den Einbruchschutz fördern.

Da die Förderung zum Einbruchschutz nur über einen begrenzen Zeitraum angesetzt ist, empfehlen wir Ihnen zeitnah zu prüfen ob ihr Haus für eine Förderung in Frage kommt.

KFW Förderung zum Einbruchschutz:

Infoblatt zum kostenlosen Download: KfW-Investitionszuschuss (455) für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz und weitere Förderprogramme für Sicherheitstechnik

"Energieeffizent Sanieren" & "Altersgerecht Umbauen"

Wer derzeit Umbaumaßnahmen an Gebäuden plant, für den sind derzeit die Programme "Altersgerechtes Umbauen" und "Energieeffizentes Sanieren interessant. Im Rahmen der Energiewende bezuschusst die Bundesregierung hier viele Maßnahmen zum Bau und Umbau von Gebäuden, wenn diese den Lebensstandard für ältere Menschen erhöhen oder den täglichen Energiebedarf senken.
Zusätzlich deckt die Förderung diese Programme viele Einbruchschutzmaßnahmen ab.

Übersicht über die laufenden KFW-Förderprogramme

Wir von wagner-sicherheit.de haben für Sie die wichtigsten Fakten der laufenden Programme zusammengetragen.

Förderprodukt:
Altersgerecht Umbauen
Förderprodukt:
Energieeffizent Sanieren
Geeignete Maßnahmen
  • Barrieren im Haus reduzieren
  • Wohnkomfort erhöhen
  • Sicherheit erhöhen
  • Energie einsparen
  • CO2 Ausstoß vermindern
Wer kann Anträge stellen?
  • Jeder der Wohngebäude oder Eigentumswohnungen nutzt/vermietet
  • Ersterwerber von neuen barrierereduzierten Wohngebäuden bzw. Eigentumswohnungen(bis 12 Mon. Nach Bauabnahme)
  • Jeder der Wohngebäude oder Eigentumswohnungen nutzt/vermietet
  • Ersterwerber von neuen sanierten Wohngebäuden bzw. Eigentumswohnungen(bis 12 Mon. Nach Bauabnahme)
Konditionen als Kredit
  • 0,75 % effekt. Jahreszinz
  • bis 50.000 Kreditbetrag / Wohneinheit
  • 0,75 % effekt. Jahreszinz
  • bis 100.000 € / Wohneinheit (Energieeffizenzhaus)
  • bis 50.000 € bei Einzelmaßnahmen
Konditionen als Zuschuss
  • bis 5.000 Zuschuss / Wohneinheit
  • bis 30.000 € Zuschuss / Wohneinheit

Durch Förderung zur Einbruchsicherung! Was wird gefördert?

Einbau von Haus- und Wohnungstüren mit einbruchhemmenden Türschlössern

Typische Schwachstellen wie Türblatt, Verglasung oder Zarge sind bei einbruchhemmenden Türen besonders verstärkt. Einbrecher werden dadurch bei Ihrem Einbruchversuch gestört und verlieren so wertvolle Minuten. Die Abbruchwahrscheinlichkeit steigt. Auch ein Panzerriegel an der Innenseite kann angebracht werden.
DIN-Regelung Förderprodukte: Beachten Sie, dass nur Haustüren förderfähig sind, die der DIN 1627 unterliegen. Schlösser und Sperrriegel sind nur förderfähig, wenn Sie der DIN 1804 I. oder II. unterliegen.
Enthalten in den Programmen: Energieeffizenz Sanieren Altersgerecht Umbauen

Einbau und Aufarbeitung von Fenstern

Die Polizei empfiehlt Fenster mit stabiler Rahmenkonstruktion und Scheiben aus Sicherheitsglas. Auch Griffe die abschließbar sind werden empfohlen. Idealerweise sind Rahmen durch mehrere Maueranker fest in der Wand montiert. Die KFW fördert neben neuen Fenstern, auch den nachträgliche Einbau von Rollläden und Fenster Gittern.
DIN-Regelung Förderprodukte: Beachten Sie, dass nur Fenster und Rahmen förderfähig sind, die der DIN 18104 I. oder II. unterliegen.
Enthalten in den Programmen: Energieeffizenz Sanieren Altersgerecht Umbauen

Einbau von Alarmanlagen und Beleuchtung

Schon alleine eine von außen sichtbare Alarmanlage kann die Einbruchgefahr mindern. Der Alarm kann durch Infrarot-Lichtschranken oder Bewegungsmeldern ausgelöst werden. Neben Einbruchmeldeanlagen fördert die KFW auch Beleuchtungen zur Ausleuchtung des Eingangsbereiches Ihres Hauses.
DIN-Regelung Förderprodukte: Beachten Sie, dass nur Alarmanlagen förderfähig sind, die der DIN 50131 unterliegen. Beleuchtungen zur Einbrecherabwehr sind ohne DIN-Regelungen förderfähig.
Enthalten im Programm: Altersgerecht Umbauen

Einbau von Türspionen, Türkommunikation und Videokameras

Damit Sie Täter nicht aus versehen selbst hereinlassen, sollte Ihr Haus im Idealfall mit einer Gegensprechanlage ausgestattet sein. Im Idealfall verfügt diese Sprechanlage auch über eine Videokamera zur visuellen Übertragung des Besuchers. Die KFW fördert unter bestimmten Umständen aber auch den Einbau einfacher Türspione.
DIN-Regelung Förderprodukte: Türspione, Türsprechanlagen und Videokameras sind ohne Einschränken förderfähig und bedürfen keinerlei DIN-Regelungen.
Enthalten im Programm: Altersgerecht Umbauen


Ablauf einer Förderung für "Altersgerecht Umbauen":

Egal ob Sie sich für Kredit oder Zuschuss entschieden haben. In beiden Fällen ist der Ablauf fast gleich.

  1. Maßnahmen planen:
    Bei Ihren Maßnahmen zur Erhöhung des Wohnkomfort oder Ihrer Sicherheit ziehen am besten einen Sachverständigen hinzu. Informationen zu Sachverständigen erhalten Sie bei der Bundesarchitektenkammer, der Bundesingenieurkammer und dem Zentralverband für Sanitär Heizung Klima. Außerdem können Sie Wohnungsberatungsstellen wie die "Bundesarbeitsgemeinschaf Wohnungsanpassung e.V." oder die "Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW" hinzuziehen.
  2. Förderungspaket auswählen:
    Je nach Art der Maßnahmen wählen Sie entweder "Altersgerecht Umbauen" oder "Energieeffizient Sanieren". Diese sind wie oben beschrieben als Kredit oder Investitionszuschuss verfügbar
  3. Kredit bzw. Zuschuss beantragen:
    Bei einem Zuschuss senden Sie die vollständigen Antragsunterlagen an die KfW.
    Bei einem Kredit vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Finanzierungspartner. Dieser beantragt den KfW-Kredit für Sie.
    Beachten Sie: In beiden Fällen müssen Zuschüsse bzw. Kredite vor den Modernisierungsarbeiten beantragt werden.
  4. Start der Modernisierung:
    Sobald die entsprechenden Anträge angenommen und zugesagt wurden können Sie mit den Modernisierungsarbeiten beginnen. Beachten Sie, dass bei einem Zuschuss alle Maßnahmen durch ein entsprechendes Fachunternehmen durchgeführt werden müssen. Das Fachunternehmen muss nach Auftragsabschluss die "Bestätigung nach Durchführung" bzw. den "Verwendungsnachweis" für Sie ausfüllen (Formulare Altersgerecht Umbauen | Energieeffizient Sanieren).
  5. Abschluss der Modernisierung: Reichen Sie die nötigen Formulare und die Rechnungen des Fachunternehmen ein. Die KfW zahl Ihnen dann den entsprechenden Zuschuss aus.

Tipps der Polizei zur Einbruchsicherung:

Manche Grundstücke sind für Einbrecher einladender als andere. Die Polizei gibt Ihnen Tipps wie Sie ihr Haus für Einbrecher uninteressant machen. Dies beginnt bei einfachen Gestaltungen des Außenbereichs bis hin zu einbruchhemmender Vorrichtungen zur Einbruchsicherung

Grundstückzugang schützen

Der Grundstückszaun bietet eine erste Barriere für Einbrecher. Achten Sie also darauf, dass Ihr Grundstück komplett mit einen Zaun versehen ist. Türen sollten abschließbar sein, und möglichst zu jederzeit abgeschlossen sein. Diese können Sie bei gewünschten Besuchen mit elektrischem Türöffner auch bequem von Innen öffnen. Unerwünschte Personen hingegen stehen bereits hier vor der ersten Herausforderung.

Garagen mit Hauszugang

Bei Häusern die eine Garage integriert haben ist besondere Vorsicht geboten. Garagentore sind oft leichter zu öffnen als Haustüren. Achten Sie also darauf, dass Türen die von Garage zum Hausbereich führen ähnlich gute Sicherheit wie Haustüren bieten. Diese sollten ebenfalls zu jederzeit abgeschlossen sein.

Hilfen zum Einstieg vermeiden

Achten Sie darauf, dass keine Objekte im Außenbereich sind, die Einbrechern den Einstieg erleichtern könnten. Dazu sollten hausnahe Bäume entfernt werden, Mülltonnen weggeschlossen werden und Gartenmöbel nicht zum Einstieg beitragen können.

Sichtschutz vermeiden

Hecken, Sträucher und sichtschützende Zäune sorgen für eine private Atmosphäre im Privatgelände. Diese sind jedoch auch bei Einbrechern sehr beliebt, da sie beim Einbruchsvorgang vor Blicken der Nachbarn schützen. Achten Sie also darauf, dass insbesondere Einbruchgefährdete Stellen keinen Sichtschutz haben. So erhöht sich die Chance, dass auch Nachbarn oder Passanten den Einbruch entdecken und die Polizei rufen.

Licht einsetzen

Außenleuchten sind für Einbrecher besonders abschreckend. Sorgen sie also dafür, dass Ihr Haus an möglichen Einbruchstellen besonders gut beleuchtet ist. Mit Bewegungsmeldern sorgen Sie außerdem dafür, dass Lichter nicht die ganze Nacht brennen. Achten sie dann aber auch darauf, dass das Licht durch den Bewegungsmelder nicht nur am normalen Hauszugang aktiviert wird. Bedenken Sie jedoch: Beleuchtung wirkt abschreckend, ist aber kein Ersatz für eine technische Sicherung.

Türsprechanlagen und Videoanlagen

Öffnen Sie niemals ohne Überprüfung von Besuchern die Tür. Besucher können Sie mit einer Türsprechanlage akkustisch überprüfen, oder mit einer Videoanlage auch visuell. Erst wenn der Besucher identifiziert ist, sollte die Türe geöffnet werden. Überwachungsanlagen mit Überwachungskameras lassen Sie den Eingangsbereich nicht nur überwachen, sondern schrecken gleichzeitig Einbrecher ab.

Keine Schlüssel im Außenbereich

Oft werden Schlüssel auch im Außenbereich zum Beispiel unter Fussmatten, aufbewahrt. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie dies jedoch stets vermeiden. Einbrecher könnten Sie vor dem Einbruch unbemerkt beim Ablegen des Schlüssels beobachten. Dann ist es geradezu ein leichtes den Einbruch durchzuführen. Ist es unumgänglich, dass Schlüssel für mehrere Personen zugänglich sind, dann sollten Sie diese dringend in speziellen Vorrichtungen zur Schlüsselaufbewahrung unterbringen.

Unterirdische Telefonleitung

Achten Sie darauf, dass die Telefonleitung zu Ihrem Haus unterirdisch bzw. nicht leicht erreichbar ist. Bei gewalttätigen Einbrechern die trotz Ihrer Anwesendheit in das Haus einbrechen kommt es gelegentlich vor, dass die Telefonleitung gekappt wird. So vermeiden Sie, dass Sie den Kontakt zu Außenwelt verlieren.

ACHTUNG: Hier können Sie einen Flyer mit wichtigen Tipps und Empfehlungen zum Thema Einbruchschutz herunterladen!

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