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Das Bedürfnis nach Licht in der Dunkelheit

Warum braucht der Mensch Licht, eine Einleitung

Licht ist seit jeher ein elementarer Bestandteil der Lebenswelt des Menschen, es hält seine Körperfunktionen aufrecht, steuert neurale und hormonelle Prozesse, sorgt für den lebenswichtigen Tag-Nacht-Rhythmus und beeinflusst seine Leistungsfähigkeit sowie sein seelisches Befinden. Bereits für die Hominiden bedeutete Licht ein Garant für Schutz und Orientierung bei Nacht. Die Entdeckung des Feuers als natürliche Lichtquelle gilt als einer der bedeutendsten Schritte in der Evolutionsgeschichte des Menschen. In sämtlichen voneinander unabhängigen Kulturen ist Licht eines der am stärksten gewichteten Phänomene und wird durchweg positiv assoziiert. Darüber hinaus symbolisiert das Licht im Christentum die Erlösung des Menschen aus dem Dunkel der Gottesferne durch die Hand Jesu Christi. In den Lehren des Plato übernimmt das Licht die Metapher des Zustandes der vollständigen Erkenntnis.

Auch heutzutage, wo in Zeiten der LED-Technologie und Lichtdesign die Verfügbarkeit von Kunstlicht ein vollkommen selbstverständlicher Zustand ist, hat es dennoch eine grundlegende Position in unserem alltäglichen Leben. Es ermöglicht uns nicht nur buchstäblich die Nacht zum Tag zu machen, sondern ist mittlerweile auch in Kultur, Medizin und Wissenschaft unersetzlich geworden.

Forscher offenbaren vor allem in den letzten Jahren mehr und mehr die Schattenseiten bei der übermäßigen Verwendung von künstlichem Licht und zeigen erste Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auf. Von Seiten der Umweltpolitik mehren sich die Forderungen nach Facility Management und Energieeffizienz.

Im Folgenden sollen die wesentlichen Aspekte von Licht und künstlicher Beleuchtung aufgezeigt und thematisiert werden. Der Fokus liegt vor allem auf dem elementaren Verlangen des Menschen nach Licht und der damit verbundenen Position der künstlichen Beleuchtung in unserem Alltag.


Was ist eigentlich Licht?

Licht ist jener Teil der elektromagnetischen Strahlung, die für das menschliche Auge sichtbar ist. Der sichtbare Teil der elektromagnetischen Wellen bildet die Lichtwellen, welche einen Bereich von 400nm bis 750nm umfassen. Dennoch ist für das menschliche Auge nicht der gesamte Lichtwellenbereich erfahrbar. So liegt der maximale Sichtbarkeitswert am Tag bei 555nm, der sich im gelb-grünen Farbbereich befindet. Bei Nacht verschiebt sich dieser Sichtbarkeitswert in den kurzwelligen rot-violetten Farbbereich, der sich bei einem maximalen Wert von 507nm befindet.

Die Maßeinheiten des Lichts

Licht kann mittels unterschiedlicher Maßeinheiten festgelegt und berechnet werden.

Watt (W) ist die Einheit für die Leistung einer Lichtquelle, die nach Energieumsatz pro Zeitspanne berechnet wird. Ihren Namen erhielt diese Größe nach James Watt, dem Erfinder des Internationalen Einheitensystems. 1W = 1kgm²/s3

Lumen (lm) ist die Maßeinheit für den Lichtstrom unter Berücksichtigung der Empfindlichkeit des menschlichen Auges. 1 Lumen entspricht dem maximalen Sichtbarkeitswert 555nm einer Lichtquelle mit einer Stärke von genau 1,464 mW.

Lux (lx) ist die Maßeinheit für die spezifische Emitter Größe einer Lichtquelle, also dem Maß der jeweiligen Lichtausstrahlung bzw. Lichtimmission. Abgleitet wurde der Name der Maßeinheit von dem lateinischen Wort „lux“ für Licht. 1lx entspricht dabei 1lm/m²

Die letzte entscheidende Größe bei der physikalischen Berechnung von Licht, stellt die Einheit Kelvin (K) dar, welche das Maß für die thermodynamische Temperatur und zur Errechnung von Temperaturdifferenzen angibt. Sie lässt sich in die europäisierte Größe Grad Celsius umwandeln, wobei 0°C genau 273,14K entsprechen.

Um Licht tatsächlich zu definieren, existieren in der Beleuchtungstechnik noch weitere Fachbegriffe, die Licht in seinen Eigenschaften näher beschreiben.

Einer der einschlägigen Fachbegriffe ist die Beleuchtungsstärke Ev. Diese definiert den Lichtstrom, der auf eine bestimmte Fläche oder ein Objekt trifft und meint umgangssprachlich das Maß für Helligkeit, mit der eine Fläche oder ein Gegenstand angeleuchtet wird. Gemessen wird die Beleuchtungsstärke mit der Maßeinheit Lux (lx). Während an einem sonnenreichen Sommertag die Beleuchtungsstärke bei bis zu 100.000lx liegen kann, reduziert sie sich an lichtarmen Wintertagen schnell auf etwa 3.000lx. Im Vergleich dazu, hat das Licht des Vollmonds eine Beleuchtungsstärke von gerade einmal 0.25lx-1lx.

Eine weitere Definitionseinheit ist die Leuchtdichte L. Die Leuchtdichte beschreibt den ausgestrahlten Lichtstrom einer Lichtquelle in Bezug auf die vom menschlichen Auge wahrgenommene Fläche, auf die das Licht trifft. Somit liefert der Begriff der Leuchtdichte eine Maßeinheit für den Helligkeitseindruck des menschlichen Auges bei Betrachtung einer mittels einer Lichtquelle bestrahlten Fläche. Sie definiert also die „gesehene Helligkeit“. Variiert die Leuchtdichte, wird dies vom menschlichen Auge als Veränderung der Helligkeit wahrgenommen. Gemessen wird L mittels der Einheit Candela pro Fläche (cd/ m²).


Die Geschichte der Beleuchtung

Die Geschichte des Lichts und damit auch der Beleuchtung, beginnt mit der Entdeckung und der Nutzbarmachung des offenen Feuers in der Altsteinzeit. Während der noch zögerlichen Entwicklung erster Beleuchtungsmittel wie der Wachskerzen im Altertum, blieb vor allem die Öllampe über 10.000 Jahre die einzige lichtbringende Quelle ihrer Art. Erst im 18. Jahrhundert setzte die turbulente Entwicklung der künstlichen Beleuchtung ein, die im nächsten Vierteljahrtausend das menschliche Zusammenleben von Grund auf veränderte. Während zu Beginn des Jahrhunderts noch die Petroleumlampe Einzug in die Behausungen der Menschen hielt, wurde sie bereits 1785 von der Erfindung der Gasbeleuchtung durch den Niederländer Johannes Petrus Minckeleers verdrängt. Schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts erleuchtete das Gaslicht fast sämtliche Straßenzüge und Gebäude. 1879 gelang Thomas Edison die revolutionäre Erfindung der Glühlampe. Wenige Jahre später eroberte das elektrische Licht die Welt, die Elektrifizierung der Städte nahm ihren Lauf.

Von Lampen und Leuchten

Während in der Geschichte der Beleuchtung noch zwischen der elektrischen Lampe und der chemisch-physikalischen Lampe z.B. der Öllampe unterschieden wurde, spielt letztere in der heutigen Lichttechnik keine nennenswerte Rolle mehr.

Moderne Beleuchtungsanlagen setzen sich grundsätzlich aus den Elementen Lampe und Leuchte zusammen. Als Lampe versteht man ein Gerät zur Erzeugung von Licht, das aus elektrischer Energie gewonnen wird. Hier findet man verschiedene Formen und Möglichkeiten. Erste Unterscheidungen findet man im Bereich der Glühlampen und Entladungslampen. Entladungslampen verwenden zur Erzeugung von Licht eine Gasentladung und werden nochmals in Nieder-und Hochdrucklampen unterschieden.

Der klassische Vertreter der Leuchtmittel, ist jedoch die Glühlampe. Diese besteht aus einem gasgefüllten Glaskolben mit einer darin befindlichen Glühwendel aus Wolfram. Der verwendete elektrische Strom erhitzt die Glühwendel und produziert damit neben Wärme auch Lichtenergie.

Eine Weiterentwicklung der Glühlampe stellt die Halogenglühlampe dar. Ihr Glaskolben ist mit einem Halogengas gefüllt, das nicht nur für eine höhere Effizienz, sondern auch einer längeren Lebensdauer sorgt.

Die Quecksilberdampflampe fällt in den Bereich der Hochdrucklampen. Ihr langer zylindrischer Glaskolben ist innen mit fluoreszierendem Leuchtstoff beschichtet und besteht an den Stellen der Gasentladung aus dickem Quarzglas. Durch ein Vorschaltgerät wird die Quecksilberdampflampe eingeschaltet und geregelt.

Halogen-Metalldampflampen stellen eine Weiterentwicklung der oben genannten Quecksilberdampflampe dar. Sie funktioniert auf der Basis niedrigsiedender Metalle und durch die Zugabe von Halogengas. Im Gegensatz zur Quecksilberdampflampe, besitzt sie eine auffallend weiße Lichtfarbe und wird daher vorzugsweise zur Beleuchtung von Arbeitsplätzen eingesetzt.

Die Natriumdampflampe funktioniert ähnlich, wie die Quecksilberdampflampe. Sie gehört zu den Hochdruck-Entladungslampen und besitzt ebenfalls die charakteristische Gelbfärbung dieses Leuchtmitteltyps. Da sie gleichzeitig das System mit der höchsten Lichtausbeute beinhaltet, wird sie vorwiegend zur Straßen-und Tunnelbeleuchtung verwendet.

Eine fortschrittliche Entwicklung ist der Beleuchtungstechnik mit der LED-Lampe gelungen. Diese besteht aus einzelnen Leuchtdioden und verfügt neben der hohen Lebensdauer auch über die bestmöglichste Lichtausbeute. Charakteristisch ist bei diesem Lampentyp eine Einschaltverzögerung von etwa 1/10 Sekunde.

Als Aufnahmevorrichtung für die verschiedenen Lampentypen dienen die Leuchten. Je nach Verwendungszweck variieren sie in ihrer Bauart. Ihre Formen bestimmen die Ausrichtung und vor allem den Ausbreitungsgrad des Lichts. Deckenleuchten, Wandleuchten, Arbeitsleuchten, Tischleuchten und Standleuchten sind die gängigsten Varianten für den Wohn-und Arbeitsbereich, während in dem weiterreichenden Außenbereich, neben den klassischen Außenleuchten, Gartenleuchten, Straßenleuchten und Scheinwerfer Verwendung finden. Eine Sonderstellung nimmt die Signaltechnik ein. Hier werden unter dem Begriff Sicherheitsleuchten sowohl Dauerleuchten, Blinkleuchten als auch Drehspiegelleuchten und Blitzleuchten zusammengefasst. Je nach Einsatzgebiet und vorherrschenden Betriebsbedingungen, werden diese Leuchten entsprechend konzipiert, damit sie elektrisch über das Stromnetz alternativ über Batterien oder mit Gas betrieben werden können.


Anwendungsgebiete der Beleuchtungstechnik

Entsprechend der Weiterentwicklung und Neuerung von Leuchtmitteln und dazugehörigen Leuchten, nahmen auch die Betätigungsfelder der modernen Lichttechnik zu. Da diese heutzutage vor mannigfachen Aufgaben gestellt wird, wurde eine Unterscheidung zwischen Innen-und Außenbeleuchtung vorgenommen.

Unter der Innenbeleuchtung werden alle Beleuchtungsanlagen, die der inneren Ausleuchtung von Gebäuden dienen, zusammengefasst. Meist werden sie zur Wohnraumbeleuchtung oder zur Beleuchtung von Arbeitsstätten und öffentlichen Räumen verwand.

Unter der Außenbeleuchtung werden dagegen alle Beleuchtungssysteme, die der Ausleuchtung im Außenbereich dienen, zusammengefasst. Hier sind die speziellen Anwendungsgebiete weitaus vielfältiger und weitreichender als auf dem Gebiet der Innenbeleuchtung. So umfasst sie neben dem Bereich der Straßen-und Fahrzeugbeleuchtung, Wege, Parkanlagen, öffentliche Plätze, Tunnel und Unterführungen, Sport-und Freizeitstätten, die Beleuchtung von Arbeitsstätten im Freien auch die Architekturbeleuchtung zur effektvollen Lichtgestaltung sowie die heimische Gartenbeleuchtung.

Darüber hinaus existieren einige Anwendungsgebiete, bei denen die Grenzen zwischen Innen-und Außenbeleuchtung fließend sind also sich teilweise überschneiden. Hierzu gehören vor allem die Beleuchtung in der Veranstaltungstechnik, bei Theater-, Opernevents oder Open-Air-Konzerten, wie auch die Beleuchtung zu Werbezwecken oder Gestaltungsmittel in Form von Leuchtplakaten, Videowalls und Neon-Schriftzügen.

Aufgrund der Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten moderner Beleuchtungstechnik, regeln verschiedene Normen und Verordnungen die einzelnen Anwendungsgebiete und Fragestellungen hinsichtlich Qualität und Quantität neuer Beleuchtungsanlagen.


Beleuchtung im Wohn- und Arbeitsbereich

Regulär macht die Beleuchtung des Wohnbereichs und/oder des Arbeitsplatzes den größten Teil der Innenbeleuchtung aus. Sie dient in erster Linie der Optimierung der sehtechnischen Bedingungen und soll das physische und psychische Wohlbefinden des Menschen maximieren. Hierbei spielen sowohl das Beleuchtungsniveau und die Helligkeitsverteilung als auch die Begrenzung der Blendung sowie die Lichtfarbe und Farbwiedergabeeigenschaften eine entscheidende Rolle und prägen die wesentlichen Kriterien aus, nach denen die Güteklasse einer Beleuchtungsanlage im Innenbereich beurteilt werden kann. Das Sortiment an geeigneten Leuchtmitteln ist hierbei relativ groß und umfassend, das Spektrum an Lampen, die vorzugsweise im Wohn-bzw. Arbeitsbereich eingesetzt werden, reicht von der klassischen Glühlampe, über die Leuchtstoff- und Kompaktleuchtstofflampe, besser bekannt als Energiesparlampe bekannt, bis hin zum modernen LED-Leuchtmittel.

Dekorative Beleuchtung – Lichtfarben und Farbsymbolik

Vor allem im Wohnbereich, dient Licht längst nicht mehr der bloßen Ausleuchtung eines Raumes, sondern wird als effektvolles Gestaltungsmittel zur bewussten Konzipierung einer bestimmten Atmosphäre oder Stimmung eingesetzt. Hierbei prägte sich der Begriff der Dekorativen Beleuchtung aus, eine Form der Akzentbeleuchtung, die auf die Betonung einzelner Raumbereiche oder Objekte mittels Beleuchtungstechnik abzielt. Diese Akzente werden vorzugsweise durch Licht-und Schattenspiele aber auch durch den Einsatz von verschiedenfarbigem Licht erzeugt. Besonders letzteres gilt mittlerweile als grundlegendes ästhetisches Element zur Gestaltung von Wohnraum.

Da farbiges Licht im Körper die Ausschüttung stimmungsaufhellender Substanzen bewirkt, kann es erheblichen Einfluss auf die Stimmungen der Bewohner und Besucher ausüben und wird daher meist dem Anlass angepasst. Eine Orientierungshilfe bei der Auswahl der richtigen Lichtfarben, bietet eine gewöhnliche Farbsymbolik, die jeder einzelnen Farbe bestimmte Attribute und damit verbundene Wirkungen auf das menschliche Gemüt zuschreibt. Die Farbe Gelb beispielsweise, wird oftmals als grelle Warnfarbe wahrgenommen und wirkt daher eher aufwühlend, ähnlich wie die Farbe Rot, die neben Leidenschaft auch Aggression vermittelt. Die Farbe Blau stellt dagegen das komplette Gegenteil dar, sie wirkt eher meditativ-harmonisch, entspannend und melancholisch, während Violett für Eleganz, Mystik und Magie steht. Farbiges Licht wird regulär mit LEDs erzeugt; aus den Grundtönen Rot, Grün und Blau lassen sich bis zu 16,7 Millionen verschiedene Farbnuancen mischen. Diese können, dank moderner Lichttechnik reguliert werden. Sogenannte RGB-Farbsteuerungen ermöglichen den schnellen Wechsel zwischen den einzelnen Lichtfarben.


Außenbeleuchtung

Die Außenbeleuchtung stellt allgemein das größte Betätigungsfeld der Beleuchtungstechnik dar. Sie konfrontiert die Lichttechnik nicht nur mit teils ungewöhnlichen Beleuchtungssituationen, sondern stellt auch spezielle Anforderungen an die jeweiligen Beleuchtungssysteme. So besitzt sie im Gegensatz zur Innenbeleuchtung eine höhere Schutzart, da die Leuchte vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Fremdkörpern geschützt werden muss. Diesen Kriterien der Qualität und Bauart muss zwingend entsprochen werden.


Scheinwerfer als wichtigste Leuchte im Außenbereich

Hier hat sich der Scheinwerfer oder Strahler als universell einsetzbarer und robuster Typus von Leuchte auf dem Feld der Außenbeleuchtung etabliert. Der Scheinwerfer besteht aus einer Lichtquelle, einer transparenten Glasscheibe, einem Reflektor und - je nach Einsatzzweck -optischen Linsen. Beim Reflektor kann es sich um einen Kugelkalotten-oder Parabolspiegel handeln. Je nach beabsichtigter Lichtverteilung kann auch ein Freiformreflektor eingesetzt werden, wie dies beispielsweise bei Fahrzeugscheinwerfern der Fall ist. Ein zusätzlicher Farbglas-Filter kann das austretende Licht in einer gewünschten Farbe verändern.

Generell finden Scheinwerfer zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Sowohl in der Fahrzeugbeleuchtung und Signal-und Sicherheitstechnik, als auch in der Veranstaltungsbeleuchtung und im heimischen Garten, für nahezu jeden Verwendungszweck und Beleuchtungstechnik existiert ein passender Scheinwerfertyp mit den entsprechenden technischen Eigenschaften.

Einer der bekanntesten Scheinwerfer, ist der Flutlichtstrahler. Er besitzt einen Parabol-Innenspiegel und eine Lichtquelle meistens in gestreckter Form, wie bei einer stabförmigen Halogen-Glühlampe. Letztere sorgt für eine breite Abstrahlung des Lichts und besitzt eine sehr hohe Lichtleistung. Damit eignet sich diese Form von Strahler vorwiegend für die Ausleuchtung großer Flächen.

Ebenfalls vielseitig einsetzbar ist der Linsen-Scheinwerfer. Er besteht aus einem Kugelspiegel, davor befindet sich eine Plankonvexlinse, die sowohl die Lichtquelle als auch ihr erzeugtes Spiegelbild im Unendlichen abbildet.

Eine Sonderform des Linsen-Scheinwerfers ist der Fresnellinsen-Scheinwerfer, der nach dem Erfinder der Linse Augustin Jean Fresnel benannt wurde und auch als Stufen-Scheinwerfer bezeichnet wird. Er löst das Problem, das bei sehr großen Scheinwerfermodellen bislang regelmäßig auftrat. Durch die Stärke der Linse wurde das Glas oftmals zu schwer und drohte zu zerspringen. Der Fresnellinsen-Strahler stuft dagegen die konvexe Krümmung der Linse in mehreren konzentrischen Kreisen ab und wird daher häufig bei großen Modellen eingesetzt.

Eine weitere Variante, die oftmals in der Effektbeleuchtung zum Einsatz kommt, ist die sogenannte LHGL-Wanne. Hierbei handelt es sich um einen Breitstrahler mit verschiedenfarbigen Leuchtstoffröhren, der für einen flächendeckenden und farblich variierenden Beleuchtungszweck eingesetzt werden kann.

Eine spezielle Form der gängigen Scheinwerfer, stellt der Infrarot-Strahler dar. Er besitzt eine Halogenmetalldampflampe als Leuchtmittel und ähnelt im Aufbau stark der Bauart eines herkömmlichen Scheinwerfers. Lediglich seine Funktion ist stark differenziert. Als Bestandteil eines Nachtsichtgeräts dient er der nicht sichtbaren Beleuchtung eines im Dunkeln liegenden Zieles und kann auch zur nächtlichen Ausleuchtung eines Überwachungsbereiches verwendet werden. Hierzu besitzt der Scheinwerfer sogenannte Sperrfilter, die sichtbare Strahlen der Lampe eliminieren und einen Großteil dieser ins Lampeninnere zurückwerfen. Hierdurch ist die Wärmeentwicklung im Vergleich zu anderen Strahlern entsprechend höher, wodurch gezielte Maßnahmen zur Wärmeableitung nötig werden.

Eine sehr fortschrittliche Form des Scheinwerfers, stellt der LED-Strahler dar. Dieser funktioniert mittels einer Vielzahl einzelner Leuchtdioden, die nicht nur extrem robust, langlebig und energiesparend sind, sondern auch für eine sehr große Farbvielfalt sorgen. LED-Scheinwerfer sind sowohl ein-als auch mehrfarbig oder weiß erhältlich.


Beleuchtungskunst im heimischen Garten

Ein typisches Einsatzgebiet der Außenbeleuchtung, stellt bereits der heimische Garten dar. Hier dienen Beleuchtungsanlagen in der Regel der Akzentuierung. Darüber hinaus können sie auch typischer Gefahrenquellen, wie Außentreppen und im Dunkeln schlecht erkennbarem und nicht begehbares Terrain, wie Gartenteiche und Beete, sichtbar machen. Oftmals wird eine integrierte Geländer-Beleuchtung gewählt, um die jeweilige Treppe für Bewohner und Besucher in der Dunkelheit sicherer zu machen. Ähnliches wird mit Hilfe von Wegeleuchten oder Bodenlampen bezweckt, die schlecht erkennbare Wege im nächtlichen Garten dezent beleuchten und damit das Stolperrisiko minimieren. Weniger dem praktischen als dem ästhetischen Aspekt einer Gartenbeleuchtung werden spezielle Gartenleuchten gerecht, die in Form von dekorativen Laternen erhältlich sind. Diese können bestimmte Teile des Gartens, wie Wasserspiele, Statuen oder Pflanzen, effektvoll in Szene setzen und dabei eine romantische oder mystische Atmosphäre erzeugen. Ähnlich dekorative Zwecke erfüllen die mittlerweile populären Lichtsteine, die mittels LED-Technologie eine natürlich wirkende Gartenbeleuchtung ermöglichen.

Vorzugsweise werden für die Außenbeleuchtung im Garten Solarlampen verwendet, da sie nicht nur energieeffizient arbeiten, sondern auch ohne ein Kabelanschluss auskommen und keine zusätzliche Stolperfalle darstellen.


Lichtarchitektur, Aushängeschild der Städte

Kommunen entscheiden sich immer häufiger bewusst für Effekte der Lichtarchitektur und Architekturbeleuchtung. Diese dient der Hervorhebung von Objekten mittels künstlicher Lichtquellen und kann sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum Verwendung finden. Im Fokus stehen bei letzterem meist Museen, Bibliotheken und Geschäftsgebäude, die entweder aufgrund ihrer ansehnlichen Architektur oder ihrer ökonomischen, historischen oder gesellschaftlichen Stellung für eine Stadt oder Gemeinde repräsentativ wirken können. Hierbei ist die Lichtarchitektur bestrebt, den Effekt der Nachtbeleuchtung zu nutzen und verschiedene Einzelelemente, wie Leuchtreklame und Flutlichter, mit anderen Beleuchtungen des Bauwerks in Einklang zu bringen, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.

Hier kommt die Beleuchtungstechnik der Fassadenbeleuchtung zum Einsatz. Mit speziellen Architekturstrahlern werden Schatten und Konturen einzelner Teile des Gebäudes, wie Erker oder Gesims, verstärkt und damit die imposante Gestalt eines Bauwerks zur Geltung gebracht. Oftmals wird dies durch den Effekt verschiedener Lichtfarben verstärkt. Eindrucksvolle Beispiele für eine gelungene Lichtarchitektur, sind das Brandenburger Tor und der Kölner Dom.


Verkehrssicherheit, Scheinwerfer an Fahr-und Flugzeug

Einen gänzlich unterschiedlichen Zweck erfüllt der Einsatz von Scheinwerfern im Bereich der Fahrzeugbeleuchtung. Hier dienen die verwendeten Scheinwerfer der Verkehrssicherheit und Ausleuchtung der Fahrbahn im Dunkeln. Darüber hinaus treten sie beim Kraftfahrzeug in Form von Leuchten, Frontscheinwerfern und Rückstrahlern auf. Bei einem klassischen Frontscheinwerfer handelt es sich in der Regel um Parabol-Spiegel-Scheinwerfer oder Projektionsscheinwerfer. Das bewährteste Leuchtmittel ist hierbei die Glühbirne, da diese aufgrund ihres gelbstichigen Farbtons eine bessere Durchdringung von Nebel und Dunst gewährleistet und somit bei schlechten Sichtverhältnissen mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer garantiert. Die genauen Vorgaben zur gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeugbeleuchtung sind unter http://www.stvzo.de/stvzo/b5.htm im Internet nachzulesen.


Militär-Scheinwerfer und Signaltechnik

Ein heutzutage schnell in Vergessenheit geratenes Einsatzgebiet der Außenbeleuchtung und damit der Scheinwerfer, ist das Militär. Bereits seit dem Ersten Weltkrieg wurden extrem große und leistungsstarke Scheinwerfer mit Kohlebogenlampen verwendet. Sie dienten zum Teil als Markierungen für die Artillerie, oder wurden als Suchscheinwerfer von Schiffen eingesetzt. Sie besaßen in der Regel einen Parabolspiegel mit einem gigantischen Durchmesser von nicht selten mehreren Metern, die aufgrund der enormen Wärmeentwicklung mit hitzebeständigem Quarzglas verschlossen wurden. Derartige Modelle hatte eine Reichweite von bis zu 12 km und bedurfte eines 6-8 köpfigen Bedienungspersonals, um den Scheinwerfer zu bewegen. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese Strahler hauptsächlich zur Überwachung des Luftraums über Großstädten eingesetzt, um feindliche Flugzeuge frühzeitig zu erkennen.

Ähnliche Scheinwerfer-Modelle fanden und finden immer noch bei der Seefahrt Verwendung. Auf Schiffen stellen sie einen elementaren Bestandteil der Signaltechnik dar. Sie haben sich über die Jahre als Möglichkeit der Morsetelegrafie bewährt. Mittels Jalousie-Verschlüssen, die direkt vor dem Scheinwerfer angebracht werden, kann zwischen zwei oder mehreren Schiffen eine Signalübermittlung auf bis zu 20 km Entfernung stattfinden.


Licht in der Veranstaltungstechnik

Nicht nur in den eigenen vier Wänden wird Kunstlicht erfolgreich als Gestaltungsmittel verwendet. Die kunstvolle Beleuchtung bei Veranstaltungen aller Art hat eine lange Tradition und erfordert, neben Fachwissen und dem Beherrschen der unterschiedlichsten Beleuchtungstechniken, vor allem ein gewisses Gespür für Ästhetik. Dabei reicht das Spektrum der Veranstaltungstypen von der Theateraufführung, über Film-und Fernsehaufnahmen, Konzerte und Disco-Events bis hin zu Industrieveranstaltungen wie Messen und Ausstellungen. Je nach Art der Veranstaltung variiert sowohl die Technik als auch das Anforderungsprofil das die Beleuchtungsanlage zu erfüllen hat. Bei den eingesetzten Geräten wird generell zwischen konventionellen und intelligenten Lichtgeräten unterschieden. Zu den herkömmlichen Anlagen zählen hierbei der traditionelle PAR-Scheinwerfer sowie der Blinder und der Linsen-Scheinwerfer, während in die Kategorie der intelligenten Beleuchtungssysteme der Moving Head, auch Kopfschwenker genannt, der Scanner und der Showlaser fallen. Mit Hilfe des richtigen Lichtgerätes und Effekten wie wechselnden Lichtfarben, weichem oder hartem Licht, wanderndem Licht und Blitzen oder Blinken, lassen sich je nach Bedarf verschiedene Stimmungen und Wirkungen erzeugen.


Theater-und Showlicht

Eines der größten künstlerischen Betätigungsfelder im Bereich der Beleuchtungstechnik, ist die Bühnen- oder Theaterbeleuchtung. Die Herausforderung die sich hierbei an die meist am Theater selber beschäftigten Beleuchtungsmeister richtet, besteht in der geforderten Raffinesse der angewendeten Technik. Das bloße Beleuchten einer Bühnensituation genügt dabei nicht, da es zu erheblichem Schattenwurf führt und damit für den Zuschauer Details des Bühnenbildes oder gar ganze Akteure im Dunkeln verschwinden lässt. Daher kommt bei Theaterszenen die Technik des Ausleuchtens zum Einsatz, die ein hohes Maß an künstlerischer Freiheit garantiert. Ursprünglich dienten im Bühnenbereich Fackeln und Öllampen dazu eine Szene auszuleuchten. Erst mit der Erfindung des Knallgases und damit der Möglichkeit Gas als Leuchtmittel zu verwenden, brach ein neues Zeitalter in der Theaterbeleuchtung an. Mit Hilfe der Gasbeleuchtung wurde erstmals eine helle und breitstrahlende Ausleuchtung von Szenen möglich. Dank raffinierter Linsen konnte das Spotlight konzipiert werden, das Akteure zusätzlich zur Geltung brachte. Die Entdeckung des elektrischen Lichts zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte erneut die Bühnenbeleuchtung und ermöglichte das facettenreiche Spektrum unterschiedlichster Leuchten und Effekte, die heute im Repertoire der Theaterbeleuchtung zu finden sind. Neben den konventionellen Scheinwerfern, finden hier vor allem bewegliche Modelle, sogenannte Moving Lights, Verwendung. Dazu gehören zum einen die Moving Heads bei denen der gesamte Strahler beweglich ist, zum anderen die Scanner bei denen motorisierte Spiegel das Licht lenken. Darüber hinaus ist mittlerweile der Gebrauch verschiedener Lichtfarben, Lasereffekte, Hologramme und Lichtfasertechnik üblich. Ähnlich gestaltet sich die Beleuchtung von Shows, Konzerte oder Partys. Das hier oftmals verwendete Licht gleicht dem Theaterlicht. Auch hier werden farbliche Akzente bevorzugt und Moving Heads, Blinder und PAR-Scheinwerfer eingesetzt.


Film-und Fernsehlicht

Anders stellt sich die Beleuchtung bei Film und Fernsehen dar. Hier diente das Kunstlicht bis zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts vorrangig der Verbesserung der Bildqualität und der Sichtbarmachung kleinster Details. Erst 1909 entdeckte David Wark „Griffith“, die dramatisierende Wirkung des Lichts für den Film und damit die Beeinflussung der Emotionen des Zuschauers durch den gekonnten Einsatz der richtigen Beleuchtungstechnik. Daraus entstanden unterschiedlichste Lichtstile, wie der Low-Key oder der High-Key. Dennoch ist die Benutzung von Effekten, wie farbiges Licht eher eingeschränkt, findet aber durchaus statt. So wird z.B. mit Vorliebe blaues Licht bei Außen Drehs für Nachtszenen eingesetzt, um die jeweilige Stimmung besser transportieren zu können. Keine farblichen Akzente in der Beleuchtungstechnik, setzt in der Regel das Fernsehen ein. Das hier verwendete Licht ist vorwiegend weiß und vermittelt den Eindruck von Tageslicht.

Auch im Fernsehstudio wird die Technik des Ausleuchtens angewandt, dient hierbei jedoch hauptsächlich der Optimierung der Sehbedingungen des Zuschauers und weniger der künstlerisch-effektvollen Untermalung einer Szene. Hierbei kommen hauptsächlich großflächige Fresnellinsen-Scheinwerfer zum Einsatz, deren abgestrahltes Licht oftmals absichtlich diffus gehalten wird, um das komplette Studio auszuleuchten. Zudem werden tiefe harte Schatten nach Möglichkeit durch den Einsatz reflektierender Schirme vermieden, was für eine weichere Ausleuchtung von Gesichtern sorgt.


Licht im Fotostudio

Von ähnlichen Abschirmtechniken macht auch die Beleuchtung im Fotostudio Gebrauch. Mittels Streuschirm oder Reflexionsflächen werden Gegenstände oder Personen in idealerweise helles und weiches Licht getaucht. Ebenso üblich ist die Beleuchtung des Objektes von der Seite, um zusätzlich entstehende Schatten aufzuhellen. Oftmals wird auch mit der Gestaltung von Gegenlicht-Effekten gearbeitet. Hierzu werden als Leuchtmittel in der Regel Glühlampen mit sehr hoher Glühfadentemperatur, sogenannte Fotolampen, verwendet, die zusätzlich einem besonders guten Farbwiedergabeindex entsprechen müssen, um eine hervorragende Bildqualität zu garantieren. Eine gute Übersicht über die zahlreichen Beleuchtungsarten in der Fotografie gibt die Internetseite http://www.piart-plus.de/foto/vorles/lcb.htm .


Licht als Propagandamittel

Ein weiteres eher ungewöhnliches Einsatzgebiet der Veranstaltungsbeleuchtung, ist die Verwendung von sogenannten „Lichtdomen“ zu Propagandazwecken. Als „Lichtdom“ wird der Lichtkegel eines Scheinwerfers bezeichnet, der in den nächtlichen Himmel strahlt. Bekannt wurde diese Art der Beleuchtung im Rahmen der Spektakel den die Nationalsozialisten während der NS-Zeit. Bauminister Albert Speer ließ für die Lichtinszenierung auf den Reichstag 152 Scheinwerfer mit etwa 2.000 Leuchtquellen und einer Leistung von 3.100kW zu „Lichtdomen“ bündeln und erzeugte damit eine Art sakrale Stimmung. Die modernen Skybeamer stellen eine Form der Weiterentwicklung der ursprünglichen „Lichtdome“ dar.


Licht in der Sicherheitstechnik

Licht regelt nicht nur den Alltag des Menschen, sondern gleichermaßen die Arbeits-und Lebenswelt. Es bekämpft eine stetig schwelende Urangst des menschlichen Geschlechts, die Angst vor der Dunkelheit. Diese fußt hauptsächlich auf den schlechten physischen Voraussetzungen des Menschen sich bei Nacht zu orientieren. Weder Gehör-noch Geruchssinn oder die visuelle Wahrnehmung sind entsprechend ausgebildet. Um eine annähernd normale Fortbewegung im Dunkeln zu ermöglichen und entstehende Hilflosigkeit des Menschen bei Dunkelheit zu überwinden, Beklemmungs-und Angstgefühle bis hin zu Panikattacken zu vermeiden, braucht der Mensch entsprechendes Kunstlicht. Es ermöglicht dem Menschen auch bei Nacht entsprechende Sichtverhältnisse zu schaffen und befriedigt damit sein Bedürfnis nach Sicherheit.


Licht gegen Kriminalität

Besonders in Städten, ist ein ausreichender Einsatz künstlicher Lichtquellen zum vieldiskutierten Thema der Kommunen und Bürgervereinigungen geworden. Hier werden schlecht beleuchtete dunkle Ecken immer wieder zum Schauplatz von Kriminalität. Statistisch gesehen, ereignen sich hier die meisten Überfälle auf Frauen. Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen Bahnunterführungen, Parkhäuser, dunkle Parks und einsame Wege. Schockmeldungen zu Übergriffen auf vorwiegend junge Mädchen, schüren besonders beim weiblichen Geschlecht die Angst vor solchen Orten.

Laut einer bundesweiten Befragung, fühlen sich viele Frauen in ihrer Mobilität in ihrem jeweiligen Wohnort eingeschränkt, da sie sich aus Angst vor Überfällen und Vergewaltigungen gezwungen sehen, schlecht beleuchtete Wege oder verwahrloste einsame Plätze zu meiden, selbst wenn diese einen direkten Heim-oder Arbeitsweg darstellen. Gerade letztere ziehen Personen mit kriminellen Absichten magisch an, da sie hier ungestört ihrem rechtswidrigen Treiben nachgehen oder in Ruhe ihrem Opfer auflauern können. Viele Kommunen sind daher bestrebt, durch gezielte Beleuchtung gefährdeter Bereiche die Sicherheit für Passanten zu verbessern und damit die Wohn-und Lebensqualität der Bürger zu erhöhen. Eine überaus nachahmenswerte Initiative finden sich unter http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gefaehrliche-orte-licht-in-berlins-dunkle-ecken,10809148,11396676.html .

Insbesondere die Stadt München gilt hierbei mittlerweile als wegweisend, nachdem diese, aufgrund wiederholter Beschwerden und dank verschiedener Bürgerinitiativen, mehrere Aktionen zur Erhöhung der Sicherheit durch vermehrte Beleuchtung ins Leben gerufen hatte. Eine dieser Aktionen findet unter dem Titel „Begehung in Stadtvierteln“ statt und fokussiert hauptsächlich beliebte Plätze der Kriminalität, wie Parks, U-und S-Bahnhöfe und Bushaltestellen. Hierbei haben die Bürger die Möglichkeit, schlecht ausgeleuchtete Plätze und Wege dem Baureferat zu melden, das diese bei einer nächtlichen Besichtigung unter die Lupe nimmt. Besteht tatsächlicher Bedarf, ist die Stadt bereit, umgehend das Beleuchtungsniveau zu erhöhen und zusätzliche Leuchten anzubringen.

Eine weitere bereits seit 2002 sehr erfolgreiche Aktion der Stadt München ist „Bei Anruf Licht“. Da defekte Straßenleuchten und Lichtsignalanlagen regulär nur bei sporadischen Kontrollfahrten aufgespürt werden und damit ein Bereich oftmals lange unbeleuchtet bliebe, können Bürger über eine separate Servicehotline Rahmen dieser Aktion defekte Beleuchtungsanlagen melden. Die Stadt hat sich verpflichtet zeitnah zu reagieren. Weitere Informationen zu den Aktionen finden sich auf der Seite der Stadt München unter http://www.muenchen.de/dienstleistungsfinder/muenchen/1072681

Doch nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Bereich spielt das Kunstlicht eine wesentliche Rolle in der modernen Sicherheitstechnik. So kann es beispielsweise als wirksamer Einbruchschutz auf dem Privatgelände fungieren. Da sich Einbrüche in der Regel nachts oder zumindest bei größtmöglicher Dunkelheit ereignen um möglichst verborgen zu bleiben, wählen Kriminelle gerne Häuser, die verlassen oder unregelmäßig bewohnt sind. Ein eindeutiges Indiz hierfür liefern Anwesen, die selbst am späten Abend unbeleuchtet bleiben. Ein hell erleuchtetes Haus wirkt auf Einbrecher eher abschreckend. Dieser Effekt lässt sich problemlos mit Hilfe von Zeitschaltuhren erreichen, selbst wenn der eigentliche Besitzer tatsächlich nicht Zuhause ist. Mittels einer Zeitschaltuhr, kann die Beleuchtung gezielt auf kritische Bereiche und Abendstunden eingestellt werden und signalisieren somit, dass das Anwesen nicht unbewohnt ist. Um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten, können zudem Energiesparlampen verwendet werden.

Eine weitere Möglichkeit, die Sicherheit auf dem eigenen Gelände zu erhöhen und sich mit Licht wirkungsvoll gegen Einbrecher zu schützen, ist die Beleuchtung durch Bewegungsmelder. Falls ein Unbefugter das Gelände betritt, geht durch die Bewegung ausgelöst ein Scheinwerfer an, der denjenigen sofort erkennbar macht, was die betreffende Person oftmals zum Umkehren veranlasst. Mehr Informationen dazu auf der Seite http://www.anti-einbrecher.de/einbruchschutz-infos/licht-der-beste-schutz-vor-einbrechern/


Licht und Umwelt

Seit der Elektrifizierung der Städte im frühen 20. Jahrhundert und den gigantischen Fortschritten im Bereich der Lichttechnik, sind künstliche Lichtquellen ein elementarer Bestandteil der Lebens-und Arbeitswelt geworden und besonders in urbanen Gebieten nicht mehr wegzudenken. Hier heben sie oftmals den Unterschied zwischen Tag und Nacht auf und sorgen dafür dass das Leben auch zu später Stunde noch sicher ist und seinen Gang geht.


Lichtverschmutzung und schädliche Lichtimmissionen

Die ständige Verfügbarkeit von Licht hat bei allen Annehmlichkeiten dennoch ihre Schattenseiten. Neben einem oftmals zu beobachtenden völlig verschobenen oder entgleisten Tag-Nacht-Rhythmus der Menschen, haben die künstlichen Lichtquellen auch erhebliche Folgen für Flora und Fauna. Zu den größten Verursachern, gehören zum einen die Industrieanlagen mit ihrer dauerhaften Beleuchtung, zum anderen die Großstädte mit ihrer Straßenbeleuchtung, Leuchtreklamen, Flutlichtanlagen, Videowalls und Skybeamern. Die Gesamtheit dieser verschiedenartigen Lichtquellen, führt vielerorts zu einer unnatürlichen Aufhellung des Nachthimmels, die auch als Lichtverschmutzung bezeichnet wird. Diese hat vor allem auf die Tierwelt schwerwiegende Auswirkungen. Insbesondere Vögel werden durch das Kunstlicht in ihrem natürlichen Lebensrhythmus gestört. Dies äußert sich teils in einer Vorverlegung ihrer Brutzeiten, was oftmals zum Verlust der Brut, teils zur Änderung ihres Zugkurses führt. Da Zugvögel sich an Mond und Sternen orientieren, sorgen unbekannte große Lichtquellen für vorübergehende Orientierungslosigkeit, die schlimmstenfalls in der Kollision mit der jeweiligen Leuchte endet. Doch auch Insekten sind von den Folgen der Lichtverschmutzung betroffen. Nachtaktive Arten werden von Straßenlaternen oder Lichtwerbeflächen und in abhängig von der Lichtdichte sowie der jeweiligen Lichtverteilung angezogen und verbrennen meist bei Kontakt mit der Lichtquelle.

Bereits seit 2007 geht die UNESCO mit einem speziell entwickelten Maßnahmenprogramm gegen die fortschreitende Umweltschädigung durch Lichtverschmutzung vor. Insbesondere Beleuchtungsanlagen, die sogenannte Lichtverluste produzieren, also Licht unnötigerweise zu den Seiten oder nach oben abstrahlen, sind eine der Hauptursachen für die übermäßige Lichtimmission in städtischen Gebieten. Daher ist die UNESCO bemüht, im Rahmen ihres Programmes, die Abschirmung von Lichtquellen durchzusetzen und damit die ungenutzte Abstrahlung zu beiden Seiten zu verhindern. Einen weiteren Programmpunkt, stellt die Umsetzung begrenzter Beleuchtungszeiten im Bereich der Dekorationsbeleuchtung und der Werbung dar. Auch die Straßenbeleuchtung soll optimiert und umweltschonender eingerichtet werden. Neben dem Einsatz von Dimmern, sollen die bisherigen Hochdruckquecksilberdampflampen durch Natriumdampflampen ersetzt werden. Letzteres soll das massive Insektensterben eingrenzen, da Insekten besonders empfänglich für das kurzwellige Licht der Quecksilberhochdrucklampen sind. Langwelligere Natriumdampflampen stellen eine weniger gefährliche Alternative dar. Zusätzlich können an den Lampen angebrachte UV-Filter die Lichtintensität für die Insekten abschwächen. Darüber hinaus verlangt die UNESCO, dass zukünftig alle Leuchten bautechnisch so konzipiert sind, dass ein Eindringen der Insekten in das Innere des Gehäuses nicht möglich ist. Zudem fordert das Maßnahmenprogramm eine generelle Abschaffung nach oben strahlender Leuchtkörper, wie Skybeamer, Laser und Flutlichter, um den Eingriff in den natürlichen Lebensraum der Vögel zu minimieren um dem massiven Energieverbrauch derartiger Systeme zu senken.

Schätzungen zufolge, gaben die USA bereits in den 1990er Jahren eine exorbitante Summe von etwa einer Milliarde US-Dollar pro Jahr für die nächtliche Beleuchtung aus.

Weitere Informationen zu den Aktionen der UNESCO finden sich auf den Seiten der Organisation unter http://www.unesco.com

Eine vielversprechende Alternative, stellt hier die sich stetig weiterentwickelnde LED-Technologie dar, die nicht nur durch ihre Langlebigkeit von bis zu 50.000 Stunden, sondern vor allem durch ihre Energieeffizienz gegenüber der Glüh-oder Halogenlampe eine zukunftsweisende Neuerung in der Lichttechnik darstellt.

Doch nicht nur die Umwelt leidet langfristig unter der künstlichen Aufhellung unserer Lebenswelt. Übermäßige Lichtimmissionen können auch für den Menschen zum nicht zu unterschätzenden Störfaktor werden. Vor allem im eigenen Wohnbereich, kann Fremdlicht, beispielsweise aus der Nachbarschaft, zur unangenehmen Belästigung werden.

Hierbei wird zwischen der Raumaufhellung und der Blendung unterschieden. Zu einer Blendung können z.B. ein in der Nähe befindliches Blinklicht oder eine besonders intensive Lichtquelle sowie extrem grelle und unnatürliche Lichtfarben führen.

Um unnötige Lichtimmissionen effektiv zu reduzieren, existieren einige gesetzlich verankerte Beleuchtungsvorschriften, die es bei der Planung einer Außenlichtanlage zu beachten gilt. Generell muss eine Beleuchtung bedarfsgerecht sein und das Licht nur dorthin abstrahlen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Ist dies nicht der Fall, können zusätzlich angebrachte Blenden eine diffuse Verteilung des Lichts verhindern. Ein weiteres Kriterium, ist die Lichtintensität. Anstelle eines leuchtdichtestarken Strahlers mit großer Leuchtpunkthöhe, sind besser mehrere kleine Strahler mit niedrigerer Leuchtdichte und geringerer Leuchtpunkthöhe anzubringen, um nicht unnötig in die Umwelt einzugreifen. Dies gilt vor allem in ländlichen Gebieten mit weitgehend natürlicher Dunkelheit. Ebenfalls zu beachten, ist die zeitliche Dauer des Betriebs einer Beleuchtungsanlage. Diese lässt sich vielfach effektiv reduzieren, beispielsweise durch Bewegungsmelder. Darüber hinaus ist die prinzipielle Notwendigkeit ein abschließendes Kriterium, was beispielsweise beim Einsatz von Skybeamern hinterfragt werden muss. Ausführlichere Informationen und Einzelheiten zur Lichtverschmutzung und weiteren Initiativen gegen diese findet sich auf der Seite http://www.lichtverschmutzung.de/ und http://www.verlustdernacht.de/


Wissen Kompakt

Linkliste zu externen seriösen Webseiten

· baua Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - Verbraucherinformation zu Licht

o http://www.baua.de/de/Produktsicherheit/Produktgruppen/Elektrische-Produkte/LED-Roehrenlampen.html

· DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat Gutes Licht = Sicherheit

o http://www.dvr.de/presse/seminare/932_30.htm

  • tab Das Fachmedium der TGA-Branche - Elektro/Licht/Sicherheit

o http://www.tab.de/Elektro-Licht-Sicherheit_1122229.html

  • Licht.de

o http://www.licht.de

· Licht.de – Zusammenfassung der Normen und Vorschriften für Beleuchtung

o http://www.licht.de/de/licht-fuer-profis/normen-und-vorschriften/

· VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH - VDE für Leuchten, Leuchten Komponenten, Lampen

o http://www.vde.com/de/Institut/Leistungen/licht/Seiten/default.aspx

· ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

o http://www.zvei.org/Seiten/Startseite.aspx

· Wikipedia Beleuchtung mit künstlichem Licht DIN 5035

o http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_5035

  • Wikipedia Beleuchtung

o http://de.wikipedia.org/wiki/Beleuchtung

Hersteller von Außenleuchten im Privatbereich

  • Gebr. Albert GmbH & Co.KG Albert Leuchten

o http://www.gebr-albert.de

  • Artemide GmbH

o http://www.artemide.de

  • Bega Gantenbrink-Leuchten KG

o http://www.bega.de

  • Brumberg Leuchten GmbH & Co. KG

o http://www.brumberg.com

  • DigitaLicht AG

o http://www.digitalicht.de

  • Dr. Ing. Willing GmbH

o http://www.willing-online.com

  • Erco GmbH

o http://www.erco.com

  • Gewiss Deutschland GmbH

o http://www.gewiss.de

  • Helestra Leuchten GmbH

o www.helestra-leuchten.de

  • Hess GmbH Licht + Form

o http://www.hess.eu

  • Hoffmeister Leuchten GmbH

o http://www.hoffmeister.de

  • Insta Elektro GmbH

o http://www.insta.de

  • Nobilé AG

o http://www.nobile.de

· Norka Norddeutsche Kunststoff- und Elektrogesellschaft Stäcker mbH & Co. KG

o http://www.norka.de

  • Osram Licht AG

o www.osram.de

  • Paulmann Licht GmbH

o http://www.paulmann.de

  • Philips GmbH Lighting

o http://www.philips.de/licht

  • Alfred Pracht Lichttechnik GmbH

o http://www.prachtgroup.com

  • Robers Leuchten GmbH & Co. KG

o http://www.Robers.com

  • RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH

o http://www.rzb-leuchten.de

  • Silence lights. GbR

o http://www.silence-lights.de

  • Simon & Schelle GmbH & Co. KG

o http://www.sische.de

  • Trilux GmbH & Co. KG

o http://www.trilux.com/de/

  • Zett Hellux GmbH

o http://www.hellux.de

  • und andere …

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